Ein kurzer Überblick über die Person und die nach ihr benannte Produktivitätsmethode
Ivy Ledbetter Lee (1877–1934) war ein US-amerikanischer Pionier der Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations). Er gilt neben Edward Bernays als einer der Begründer der modernen PR-Branche. Lee arbeitete zunächst als Journalist, bevor er sich der Beratung von Unternehmen und Persönlichkeiten in Kommunikationsfragen zuwandte.
Zu seinen bekanntesten Klienten zählten unter anderem die Familie Rockefeller sowie große Industrieunternehmen der damaligen Zeit. Er beriet Firmen dabei, offener und transparenter mit der Presse und der Öffentlichkeit zu kommunizieren, was zu seiner Zeit ein neuartiger Ansatz war.
Geboren: 1877, Cedartown, Georgia, USA
Gestorben: 1934, New York, USA
Beruf: Journalist, PR-Berater
Bekannt für: Ivy-Lee-Methode, moderne Öffentlichkeitsarbeit
Der Überlieferung nach entstand die Methode um das Jahr 1918, als Charles M. Schwab, damals Präsident der Bethlehem Steel Corporation, Ivy Lee beauftragte, die Effizienz seines Managementteams zu verbessern. Lee bot Schwab an, ihm in nur 15 Minuten eine Methode zu zeigen, die die Produktivität steigern würde – Schwab solle sie einfach ausprobieren und ihm später zahlen, was sie ihm wert sei.
Die Ivy-Lee-Methode ist bewusst einfach gehalten und lässt sich in wenigen Schritten zusammenfassen:
Die Stärke der Methode liegt in ihrer Einfachheit und in der bewussten Begrenzung auf wenige Aufgaben. Statt lange To-do-Listen abzuarbeiten, zwingt sie zur Priorisierung und verhindert Multitasking, da immer nur eine Aufgabe im Fokus steht. Zudem sorgt die Vorbereitung am Vorabend dafür, dass der nächste Arbeitstag mit einem klaren Plan beginnt, anstatt erst mühsam entschieden werden zu müssen, womit man anfängt.